17.07.2026

Nach Fettabsaugung: Krankenversicherung muss auch Kosten für Hautstraffung übernehmen

Nach einer medizinisch notwendigen Fettabsaugung können auch die Kosten einer anschließenden Hautstraffung erstattungsfähig sein. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main entschieden. mehr...

17.07.2026

Freizeitmesse: Kein Schadensersatz nach Sturz von Balance Board

Ein Besucher einer Freizeitmesse erhält nach einem Sturz von einem Balance Board weder Schmerzensgeld noch Schadensersatz. Das Landgericht (LG) München I wies die Klage eines Mannes ab, der sich 2024 beim Testen des Sportgeräts schwer verletzt hatte. mehr...

17.07.2026

Kinderzuschläge: Keine Nachzahlungen ohne jährlichen Widerspruch

Landesbeamte in Nordrhein-Westfalen mit drei oder mehr Kindern haben keinen Anspruch auf rückwirkende Nachzahlungen erhöhter Familienzuschläge für die Jahre 2011 bis 2020, wenn sie ihre Ansprüche nicht jeweils im betreffenden Haushaltsjahr geltend gemacht haben. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen in mehreren Verfahren entschieden. Es hob damit anderslautende Urteile von f... mehr...

17.07.2026

Lohnsteuer abkommenswidrig einbehalten: Arbeitnehmer ohne Erstattungsanspruch

Auch wenn der Arbeitgeber in Widerspruch zu einem Doppelbesteuerungsabkommen oder trotz fehlender beschränkter Steuerpflicht materiell-rechtlich zu Unrecht Lohnsteuer einbehält und abführt, steht dem Arbeitnehmer ein (Lohnsteuer-)Erstattungsanspruch in analoger Anwendung des § 50d Absatz 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes alter Fassung (EStG a.F.) nicht zu. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in A... mehr...

17.07.2026

In Wohngebiet: Zweifamilienhaus darf nicht einfach als Monteurunterkunft genutzt werden

Das Verwaltungsgericht (VG) Neustadt hat die Klage einer Hauseigentümerin gegen die Untersagung einer Monteurunterkunft abgewiesen. Die Stadt hatte die Nutzung eines ursprünglich als Zweifamilienhaus genehmigten Gebäudes untersagt, nachdem bei einer Kontrolle 13 vorübergehend dort untergebrachte Arbeitnehmer angetroffen worden waren. mehr...

17.07.2026

Warnung vor Phishing: Gefälschte E-Mails kündigen Steuerprüfung an

Das Finanzministerium Sachsen-Anhalt warnt vor gefälschten E-Mails. Die Nachrichten kündigten eine Steueraußenprüfung an. Im Betreff heiße es "Prüfungsanordnung gemäß § 193 AO". Absender sei angeblich die Finanzverwaltung. mehr...

17.07.2026

Hessische Grundsteuer: Zweifel an Verfassungsmäßigkeit hinsichtlich übergroßer Grundstücke im Außenbereich

Das Finanzgericht (FG) Hessen hat mit Blick auf übergroße Grundstücke im Außenbereich erhebliche Zweifel daran, dass das im Zuge der Neuregelung des Hessischen Grundsteuergesetzes (HGrStG) eingeführte Flächen-Faktor-Modell verfassungsgemäß ist. Es hat deswegen im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes eine (teilweise) Aussetzung der Vollziehung gewährt. mehr...

17.07.2026

Aussetzungszinsen: Zweifel an Verfassungsmäßigkeit

Das Finanzgericht (FG) Münster hat die Vollziehung von Aussetzungszinsen für die Jahre 2014 bis 2018 in voller Höhe ausgesetzt. Die Richter äußerten ernstliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des gesetzlichen Zinssatzes von 0,5 Prozent pro Monat beziehungsweise sechs Prozent pro Jahr. mehr...

16.07.2026

Hessische KI gegen Steuerbetrug: Soll bundesweit eingesetzt werden

Hessen will die Steuerverwaltung weiter digitalisieren und setzt dabei verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KI). Finanzminister Alexander Lorz (CDU) stellte im Finanzamt Gießen die beiden eigens entwickelten KI-Anwendungen MAXi und KIBUS vor, die über den bundesweiten KONSENS-Verbund künftig auch anderen deutschen Steuerverwaltungen zur Verfügung stehen sollen. mehr...

16.07.2026

Kein Reisemangel: "Familienhotel" heißt nicht grenzenloser Zugang für Kinder

Darf ein Kind in einem als "familienfreundlich" beworbenen All-inclusive-Resort alle Wasserrutschen und Restaurants nutzen? Und stellen ein Fluginsekt sowie eine Made im Essen einen Reisemangel dar? Mit diesen Fragen befassten sich das Amtsgericht Betzdorf und das Landgericht (LG) Koblenz. mehr...

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Rechtstipp: Eine Spezialausbildung kann als Teilhabe bezahlt werden

Leidet eine Studentin an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), weil sie als Kind häuslicher sexueller Gewalt ausgesetzt war und vernachlässigt worden ist, so kann sie die Kosten einer Spezialausbildung für einen Assistenzhund als Hilfsmittel der sozialen Teilhabe vom Land erstattet verlangen (hier ging es um 8.350 € für 40 Stunden Grundausbildung und 60 Stunden Spezialausbildung für das Tier, das sie als Welpe gekauft und hat ausbilden lassen). Hilft der Hund der jungen Frau im Alltag, die unter Antriebslosigkeit, Überforderung und Panikattacken, speziell bei Begegnungen mit Männern, leidet, so darf sie nicht einfach auf andere mögliche Kostenträger verwiesen werden. (LSG Sachsen-Anhalt, L 8 SO 32/25 B ER) - vom 09.03.2026

Steuertipp: Ein Wohnmobil kann gefahren keine Zweitwohnung darstellen

Wer aus beruflichen Gründen am Beschäftigungsort eine Zweitunterkunft unterhält, der kann die Kosten dafür als doppelte Haushaltsführung steuerlich geltend machen. Das funktioniert nicht mit einem Wohnmobil, das am Beschäftigungsort als »Zweitwohnung« steht, vom Beschäftigten in der Woche bewohnt wird, und am Wochenende als Fahrzeug für die wöchentlichen Familienheimfahrten genutzt wird. Das Finanzamt darf »mangels Zweitwohnung« die Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung ablehnen. Weil das Wohnmobil auch für die Familienheimfahrten genutzt wird, handelt es sich nicht um eine »Zweitwohnung«. (FG Baden-Württemberg, 4 K 221/25) - vom 17.09.2025

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